Today's post is a review of a german book. For those of you who don't
speak german (or are not interested in books), don't worry, I'll be
back tomorrow with more nail polish :-)
Multiplayer - Gefährliches Spiel
Über die Seite
Blogg dein Buch
erhielt ich die Möglichkeit, das Ebook "Multiplayer - Gefährliches Spiel" von Jannis Becker probezulesen. Vielen Dank dafür!
„Rache ist etwas Wunderbares, dachte Finja. Sie hatte einmal gelesen,
dass Rache nur dann süß sei, wenn das Opfer den Rächer erkannte. Seit
sie ‚Breath of Doom‘ spielte, teilte sie diese Ansicht nicht mehr. Es
war viel schöner, sich im Stillen zu rächen, unerkannt und in fremder
Gestalt.“
Ein Chef, der sie schlecht behandelt. Kollegen, die ihr
die kalte Schulter zeigen. Ein Leben, das sie von Tag zu Tag mehr zu
ersticken droht. Finja fühlt sich wie im freien Fall – bis sie das
Online-Rollenspiel „Breath of Doom“ entdeckt. In der abenteuerlichen
Fantasywelt wird aus der hilflosen jungen Frau die mächtige Zauberin
Brianna. Hier kann sie es mit jedem Gegner aufnehmen und voller
Selbstvertrauen von Sieg zu Sieg ziehen. Auch in Finjas wahrem Leben
scheint sich auf einmal alles zum Guten zu wenden, als sie dem
schüchternen Ben begegnet. Doch ist er wirklich der Mann, für den sie
ihn hält? Und ist auch in der Online-Welt alles anders, als es auf den
ersten Blick scheint?
Ein fesselnder Roman über die beklemmende Frage: „Was passiert, wenn ein Spiel zur gefährlichen Falle wird?“
(Quelle: dotbooks.de)
"Multiplayer - Gefährliches Spiel" erscheint diesen Monat beim
dotbooks-Verlag und ist, soweit ich dies herausfinden konnte, ausschliesslich als Ebook erhältlich.
MULTIPLAYER - Gefährliches Spiel
Roman
von Jannis Becker
Seiten: (ca.) 456
Erscheinungsform: Originalausgabe
Erscheinungsdatum: Feb 2014
ISBN: eBook 978-3-95520-467-9
Format: ePUB
Erhältlich ist das Ebook
direkt beim Verlag, dort finden Neugierige auch eine ausgiebige Leseprobe.
Für Kindle-Besitzer wie mich ist das eBook auch über
Amazon erhältlich (auch dort gibt's eine
Leseprobe)
Mein Fazit
Um ehrlich zu sein weiss ich nicht so richtig, was ich von
diesem Buch halten soll. Ich fand es weder wirklich schlecht noch wirklich gut;
durchgelesen habe ich es praktisch in einem Rutsch. Aber nicht, weil es so
extrem spannend war, sondern eher weil ich endlich wissen wollte, ob da auch
mal was passiert. Die Handlung plätschert den grössten Teil des Buches ein
bisschen vor sich hin. Die Hauptperson Finja geht morgens zur Arbeit ins
Callcenter, kommt abends nach Hause, setzt sich an ihren PC und spielt ein
MMORPG (Online-Rollenspiel), welches im Buch einen sehr grossen Platz einnimmt,
zur Handlung im Grunde aber nur am Rande etwas beiträgt. Neben diesen Abläufen
gibt es im ganzen Roman verteilt nur rund sieben Szenen, in denen effektiv
etwas passiert; die Handlung liesse sich daher in maximal zehn Sätzen sehr
ausführlich zusammenfassen, inklusive dem finalen Showdown.
Finja als Hauptcharakter ist mir durchaus sympathisch. Ihre Einsamkeit
und Selbstzweifel lassen sie realistisch erscheinen, auch ihr Verhalten
erscheint mir nachvollziehbar (auch wenn ich in der Szene bei Ben zu Hause
damit absolut nicht einverstanden bin). Was mich aber mit der Zeit stark
gestört hat ist das ständige Betonen des Autors des „Übergewichts“ von Finja.
Hallo, die Frau trägt Grösse 42, das ist doch nicht fett, auch wenn der Autor
die Figur dies dauernd so darstellen lässt!
Was mich weiter ziemlich irritiert hat ist, dass ich das
Buch bis zum Schluss nicht wirklich einem Genre zuordnen konnte. Gemäss Klappentext, Einordnung auf der Verlags-Homepage und auch aufgrund des Autors, der anscheinend als Thriller-Autor bekannt ist
hatte ich einen Thriller erwartet, jedoch tragen lediglich die letzten paar
Seiten (vielleicht 20 oder 30, bei Ebooks ohne Seitenzahlen ist das schwierig
zu schätzen, wenn man beim Lesen nicht mitzählen mag) Züge eines Thrillers,
ansonsten wirkt der Roman auf mich eher wie ein Beziehungsroman oder ein Jugendroman
über das Erwachsenwerden, auch wenn die Hauptfigur bereits Mitte Zwanzig ist.
Hier eine Empfehlung abzugeben ist schwierig. Ich werde das
Buch ziemlich sicher nicht noch ein zweites Mal lesen oder mich nach anderen
Büchern dieses Autors umsehen. Ich sehe es aber auch nicht als verschwendete
Lebenszeit an.
Diese Rezension erscheint auch auf
Aglayabooks